All Posts By

AnneNymus

Aboboxen

Degustabox

Die Degustabox enthält monatlich 10-15 Lebensmittel, also Snacks, aber auch Kochzutaten und Getränke – viele davon sind Marktneuheiten. Zeit für einen Abobox Check!

Verpackung & Inhalt der Foodist Fine Snacker Box

Die Verpackung der Box ist schlicht, aber ansprechend. Ein bunter Mix an Lebensmitteln erwartete mich beim Auspacken: Von Bonbons über Mineralwasser bis hin zu Bio-Nudeln und Cupcakes. Zwar war alles sorgfältig gesichert, aber die Cupcakes haben die weite Reise leider nicht unbeschadet überstanden und kamen lädiert an. Das Meiste in der Box werden wir auf jeden Fall gebrauchen können – nur die Eistee-Bonbons sind absolut nicht mein Geschmack (was daran liegen könnte, dass ich Eistee an sich nicht sonderlich mag). In meiner Box waren 13 Artikel, also sind wir bei einem Stückpreis von etwa 1,15€.

Das finde ich absolut fair, denn fast alle Artikel in der Box werden im Supermarkt sicher mehr kosten. Insgesamt eine gute Box, die allerdings nicht unbedingt etwas für den gehobenen Geschmack bietet. Wer sich aber monatlich von Marktneuheiten bewährter Marken überraschen lassen möchte, für den ist die Degustabox sicher das Richtige! Außerdem ist die verhältnismäßig große Anzahl an Waren in einer Box super, denn: Mehr Artikel = Mehr Überraschungen! 😉

Hier kannst du die Degustabox bestellen!

  • Lebensmittel
  • nicht thematisch
  • erscheint monatlich
  • 14,99 € (flexibles Abo)
Was mir durch den Kopf geht

Irgendwo zwischen Lähmung und Leistung

Wenn ich sage „Ich versuche gerade meine Mitte zu finden“, dann meine ich das nicht irgendwie spirituell, sondern mehr oder weniger wörtlich. Ich bin nämlich gerade auf der Suche nach einer Art gesundem Mittelwert in meinem Leben. Vermutlich liegt das irgendwo zwischen meinen zwei alten Bekannten: Zwischen 120% Leistung und absoluter Lähmung.

Beide Gemütsverfassungen kenne ich sehr gut. Ich nehme mir viel vor, schaffe an manchen Tagen unglaublich viel und dann… ja, dann kommt die Lähmung. Es beginnt meistens mit einer Abfolge von Tagen, an denen ich immer weniger zufrieden mit meiner eigenen Leistung und meinem Arbeitspensum bin. Meine total schwammige und unberechenbare Messlatte liegt dann einfach zu hoch. Ich enttäusche mich selbst und irgendwann sagt mein Kopf: „Warum überhaupt noch etwas machen? Egal, was du versuchst zu tun, du wirst es nicht schaffen. Wenn du doch etwas schaffst, dann ist es nicht gut und viel zu wenig“. Und dann liege ich im Bett, möchte nicht aufstehen und im besten Fall kommt ein Tag, an dem ich doch wieder unglaublich viel schaffe und das ganze Theater geht von vorne los.

Das habe ich so satt. Schon als Teenager war ich in diesem Teufelskreis gefangen und konnte mich in vielen Bereichen meines Lebens nicht davon befreien. Und das Schlimmste: Es beeinflusst ja nicht nur mich, sondern auch meine Familie, meine Beziehung, meine Arbeit, meinen Alltag. Andere Menschen profitieren von meinen aktiven Phasen und – sollten sie mir nahe stehen – leiden unter meinen Lähmungs-Phasen.

Die zwei Gesichter

Es sind zwei Gesichter, doch das eine will man niemandem zeigen, denn es passt so gar nicht in ein gesundes Gesellschafts- und Menschenbild. Also tut man alles, um sein zweites, schwaches Gesicht zu verbergen. Aber wie soll das gelingen, wenn man gerade in einer Lähmungs-Phase steckt? Die Antwort lautet: Nur mit einem erheblichen, emotionalen Kraftaufwand.

Man lügt zum Beispiel. Man sagt anderen, man hätte das Haus verlassen, obwohl man den halben Tag heulend im Bett lag. Man erzählt, dass man um 8 aufgestanden ist, obwohl man eigentlich absichtlich so lange wie möglich geschlafen hat. Man sagt allen, die fragen, dass alles ok ist. Tauchen in einem Gespräch unangenehme Themen auf, gibt man sich souverän und optimistisch. Und man nutzt seine letzte Kraft um die Dinge zu erledigen, für die man sich auf jeden Fall rechtfertigen müsste, falls man sie nicht fertigstellen würde.

Die gelebte Lüge

Und eine gelebte Lüge setzt einen unter Druck. „Gelebte Lüge“ klingt in diesem Fall sehr theatralisch, aber es ist tatsächlich keine unpassende Bezeichnung. Man versucht seinem Umfeld einen funktionierenden Menschen vorzuspielen. Das ist total einfach, wenn man gerade in ein Leistungs-Phase steckt und ein unglaublicher Kraftakt, wenn man eine Lähmungs-Phase erreicht hat. Klar, einerseits möchte man eben einfach keine Schwäche zeigen, man will stark sein und kein Sonderling, der eine Extra-Wurst braucht. Andererseits denke ich aber auch: „Du bist der Mensch aus der Leistungsphase! Alles, was nicht dazu passt, bist nicht wirklich du.“ Man sieht doch, wozu man in der Lage ist! Man erlebt sich selbst durch und durch unbeschwert, fröhlich und produktiv. Man versteht einfach selbst nicht, wie das zweite Gesicht auch dazugehören kann.

Es fällt mir schwer zuzugeben, dass beide Gesichter ein Teil von mir sind, mit denen ich leben muss.

Ein erster Schritt war es, öffentlich von meinem zweiten Gesicht zu erzählen. Der unglaubliche Druck, den Schein aufrecht erhalten zu müssen, ist schwächer geworden. Damit ist mir schon mal eine Art Felsbrocken vom Herzen gefallen.

Um mit all dem besser zurecht zu kommen, bin ich nun auf der Suche nach einem gesunden Mittelwert: Nicht zu viel wollen, nicht zu viel machen, nicht zu tief fallen. Es klappt einigermaßen, aber ich bin sehr ungeduldig mit mir selbst. Ich will, dass JETZT SOFORT alles okay ist und ich wieder „funktioniere“. Ich hoffe, es gelingt mir, noch etwas geduldiger zu werden…

Organisations-Tipps

Finanzplan erstellen – Behalte dein Geld im Blick

Wie kann man einen Finanzplan erstellen? Ich zeige dir, wie man ohne Vorwissen im Umgang mit Excel oder Google Tabellen einen praktischen und übersichtlichen Finanzplan erstellen kann. So behältst du monatliche Einnahmen und Ausgaben im Auge und weißt immer genau, wie viel Geld du noch hast und ausgeben kannst.

Welches Programm verwenden?

Wenn du einen Finanzplan erstellen möchtest, wie im Video gezeigt, kannst du das zum Beispiel mit Google Tabellen, Microsoft Excel oder Libre Office Calc tun. Microsoft Excel ist nicht kostenlos, aber etwas anwenderfreundlicher als die kostenlose Alternative Libre Calc. Ich benutze im Video Google Tabellen, denn es ist kostenlos und außerdem jederzeit online abrufbar – mit der entsprechenden App auch vom Smartphone aus. Zudem kann man es mit einer weiteren Person teilen, wenn man möchte. So kann man zum Beispiel dem Lebenspartner Zugriff gewähren, wenn man gemeinsam das selbe Konto nutzt oder beide Konten im Blick behalten möchte.

Einnahmen

  1. Gib im Feld B2 deinen Kontostand ein, den du am Ende des Vormonats hattest, bevor deine Einnahmen auf dein Konto überwiesen wurden.
    Schreibe die Bezeichnung „Kontostand“ in Feld A2. Du kannst das Feld B2 auch erstmal leer lassen und später ausfüllen. Die Berechnung wird am Ende aber nur stimmen, wenn du hier den richtigen Betrag eingetragen hast.
  2. Gib den aktuellen Monat in Feld B1 ein.
    Klicke danach auf das Feld, halte die linke Maustaste gedrückt und ziehe den Mauszeiger in der Zeile nach rechts. So werden nachfolgende Monate automatisch in der Zeile angezeigt.
  3. Gib die Beträge deiner monatlichen Einnahmen in der Spalte unterhalb des aktuellen Monats ein (Spalte B) und starte im Feld B3.
    Ein Betrag pro Feld. Schreibe die Bezeichnungen der Beträge in die gleiche Zeile in Spalte A, z.B. Gehalt, BaFöG, Nebenjob und so weiter.
  4. Markiere Spalte B und klicke oben in der Werkzeugleiste auf die [€] Schaltfläche.
    Dadurch werden die Beträge automatisch als Euro-Betrag angezeigt.

Feste Ausgaben

  1. Gib in Spalte B, unter deinen Einnahmen, deine monatlichen Ausgaben an.
    Setze ein Minus vor alle Ausgaben-Beträge und schreibe die Bezeichnungen der Beträge in die gleiche Zeile in Spalte A, z.B. Internet & Telefon, Netflix, Strom und so weiter.
  2. Halte die Shift-Taste gedrückt und ziehe den Mauszeiger über alle Felder, in denen Beträge von festen Ausgaben stehen, z.B. B3 bis B10 und ziehe dann den Mauszeiger in den Zeilen nach rechts.
    So werden die festen Ausgaben automatisch auch in den nächsten Monaten angezeigt.
  3. Gib darunter in Spalte A die Bezeichnungen für alle Ausgaben an, die regelmäßig, aber nicht monatlich anfallen, z.B. GEZ-Gebühren, Amazon-Prime und so weiter.
    Trage die entsprechenden Ausgaben-Beträge in die Spalten der Monate ein, in denen die Beträge abgebucht werden.

Alle anderen Ausgaben

Damit ist das Geld gemeint, das du jeden Monat für Lebensmitteleinkäufe, Kleidung und so weiter ausgibst. Diese Ausgaben müssen all im Finanzplan eingetragen werden. Trägst du alle Konto-Abbuchungen konsequent in den Finanzplan ein, wirst du immer sehen können, wie viel Geld dir im Monat noch übrig bleibt.

  1. Trage die Bezeichnung „Lebensmittel“ unter den festen Ausgaben in Spalte A ein.
  2. Trage in Spalte B jeden Lebensmitteleinkauf ein.
    Lasse ein paar Zeilen für weitere Einträge frei, je nachdem, wie oft du monatlich Lebensmittel einkaufen gehst.
  3. Trage mit ein paar Zeilen Abstand weitere Bezeichnungen in Spalte A ein, z.B. Kleidung, Tanken, Haustier und so weiter.
    Hier trägst du dann alle entsprechenden Ausgaben ein.
  4. Trage mit ein paar Zeilen Abstand als letzte Bezeichnung „Sonstiges“ in Spalte A ein.
    Hier trägst du alle anderen Ausgaben ein.

Wie viel Geld ist diesen Monat noch verfügbar?

  1. Unter allen Einnahmen und Ausgaben, wähle ein Feld in Spalte A und trage die Bezeichnung „Geld verfügbar“ ein. 
  2. Gib in der gleichen Zeile in Spalte B ein: =SUM(
  3. Halte die Shift-Taste gedrückt und klicke erst auf das Feld B2 und dann, in der selben Spalte, auf das letzte Feld vor der „Geld verfügbar“-Zeile, z.B. Feld B49.
    Die Formel sollte nun lauten =SUM(B2:B49
  4. Gib „)“ ein, um die Klammer zu schließen und drücke die Enter-Taste.
    Wenn du alle Einnahmen und Ausgaben und den Kontostand des Vormonats richtig eingetragen hast, erscheint in diesem Feld jetzt ein Geldbetrag. So viel Geld hast du in diesem Monat noch zur Verfügung. Der Betrag wird sich entsprechend anpassen, wenn du weitere Ausgaben hinzufügst.

Und in den kommenden Monaten?

Das Feld, in dem du siehst, wie viel Geld du noch zur Verfügung hast, ist am Ende des Monats logischerweise auch dein Kontostand.

  1. Trage im Feld C1 ein: =
  2. Klicke dann auf das Feld, das dir anzeigt, wie viel Geld du im Monat davor noch zur Verfügung hast, z.B. B50.
    Die Formel sollte nun lauten: =B50. Dein Kontostand vom Vormonat wird jetzt automatisch im Feld C1 angezeigt und passt sich auch automatisch an, wenn du weitere Ausgaben zum Vormonat hinzufügst.
  3. Klicke auf das Feld, das dir anzeigt, wie viel Geld du im Monat davor noch zur Verfügung hast, z.B. B 50, halte die Maustaste gedrückt und ziehe den Mauszeiger in der Zeile nach rechts. 
    So wird die richtige Formel für die nachfolgenden Monate eingefügt.
  4. Klicke auf das Feld, das dir den Kontostand vom Vormonat anzeigt, z.B. C1, halte die Maustaste gedrückt und ziehe den Mauszeiger in der Zeile nach rechts. 
    So wird dein Kontostand immer automatisch für die nachfolgenden Monate angezeigt.

Lass dich nicht durch hohe Beträge in nachfolgenden Monaten verwirren: Die Beträge werden ja niedriger, sobald du alle Ausgaben in den Monaten eingetragen hast.

Zusätzliche Tipps

Jetzt weißt du, wie man einen Finanzplan erstellen kann, aber du musst ihn auch benutzen und alle Kontobewegungen zuverlässig eintragen. Überprüfe alle paar Monate mal, ob der angezeigte Restbetrag für den Monat wirklich stimmt, denn manchmal vergisst man Kleinbeträge von unerwarteten Abbuchungen. Mithilfe von Linien, Formatierung der Schrift und bedingter Formatierung (dazu einfach Rechtsklick auf ein Feld und im Menü „Bedingte Formatierung“ auswählen), kannst du deinen Plan noch etwas übersichtlicher gestalten.

Hier kannst du dir den im Video „Finanzplan erstellen: Behalte dein Geld im Blick“ erstellten Finanzplan ansehen.

Was mir durch den Kopf geht

Ich bin ein mittelmäßiger Perfektionist

Mein „Schaffensdrang“ – oder wie auch immer man das nennen möchte – treibt mich an und lähmt mich oft gleichermaßen. Häufig habe ich das Gefühl, dass viele Menschen (insbesondere in meinem nahen Umfeld) nicht verstehen können, warum ich so bin, wie ich bin. Ein Erklärungsversuch:

Ich muss etwas (er)schaffen…

Der beständige Schaffensdrang ist zweifellos ein Teil von mir. Ich kann nicht unterscheiden, ob ich einfach nur etwas schaffen möchte, im Sinne des erfolgreichen Gelingens, oder ob ich tatsächlich etwas im schöpferischen Sinn erschaffen will.
Dieser Drang ist der Antrieb in meinem Leben, die Ursache meiner Produktivität. Bin ich nicht produktiv, bin ich unruhig, missmutig und desorientiert.
Bin ich produktiv, bewerte ich das Ergebnis meines Wirkens grundsätzlich kritisch und fast ausschließlich negativ. Dabei ist das Gefühl des Versagens leitgebend, gepaart mit dem frustrierenden Gefühl, dass ich es hätte besser machen können.

Hätte ich es wirklich besser machen können, oder ist dieses Gefühl nichts weiter als fehlgeleitete Überheblichkeit? Vielleicht hätte ich es ja auch nicht besser machen können. Ich glaube, ich bin gefangen in einer Fantasiewelt, in der ich eines Tages mir selbst und allen anderen beweise, dass ich es eben doch besser machen kann.
Aber was, wenn ich es eben nicht besser machen kann?

…und ich kann nicht aufhören

Ich ertrage meine Mittelmäßigkeit nur schwer und mithilfe der leisen Stimme, die beständig flüstert: „Eines Tages wirst du deinen eigenen Ansprüchen gerecht werden.“
Ich versuche immer, die Ergebnisse meiner Produktivität als Übung anzusehen, wenn sie meinen Ansprüchen nicht genügen. Als eine Art Pflasterstein auf dem Weg zur Selbstzufriedenheit.
Selbstzufriedenheit wünsche ich mir zutiefst und sie bedeutet für zweierlei: Dass ich nicht nur mit mir selbst im Reinen bin, sondern auch (und vor allem) mit dem, was ich schaffe – oder erschaffe.
Davon bin ich meilenweit entfernt. Getrieben von meinem Drang spucke ich tourette-artig Dinge aus und hoffe, dass irgendwann endlich das Richtige dabei herauskommt. Vielleicht wird es nie passieren. Vielleicht spielt es auch keine Rolle. Aufhören kann ich nämlich nicht.

Was mir durch den Kopf geht

Ihr macht mehr kaputt, als Autos und Fensterscheiben!

Heute haben mich mehrere Menschen gefragt, ob bei uns alles okay ist und ob es uns gut geht. Der Grund dafür: Wir wohnen in Hamburg und die Ausschreitungen am Rande des G20 Gipfels nehmen immer heftigere Ausmaße an. Ich erinnere mich, dass ich zuletzt meine Freunde in Paris so etwas gefragt habe, nach den schrecklichen Terroranschlägen dort. Eigentlich wollte ich an diesem Wochenende einen Freund besuchen, aber ich habe mich nicht getraut, mit dem Auto loszufahren, weil mein Weg teilweise durch die Stadt geführt hätte.

Terroristen in meiner Stadt

Den ganzen Tag kreisen Helikopter über der Stadt. „Es ist ja nur dieses Wochenende“, denke ich mir. Aber es fühlt sich komisch an. Ungewohnt und vor allem angst einflößend. Ein Video zeigt, wie schwarz gekleidete Menschen durch ein Wohngebiet ziehen, Scheiben einschlagen und Autos in Brand setzen. Ein anderes Video zeigt einen Autofahrer, der an brennenden Mülltonnen und Autos vorbeifährt. Chaos auf den Straßen, niemand traut sich aus dem Haus, Polizei und Feuerwehr sind im Dauereinsatz und trotzdem völlig überfordert. Sie können nicht überall gleichzeitig sein.

Ja, es ist schockierend, dass so etwas heute in meiner Stadt passiert. Ich wohne nicht im Zentrum der Stadt, aber das ist Zufall – wir hätten damals ebenso gut in der Nähe der Stadtmitte eine Wohnung finden können, dann wären wir jetzt mittendrin in den Krawallen. Jetzt aber betrachte ich das Treiben mehr oder weniger von außen und über Augenzeugen-Videos. Ich sehe verwüstete Orte, an denen ich schon oft selbst gewesen bin. Und es ist so unfassbar ungerecht. Randalierende Menschen ziehen wie eine furchtbare Sturmflut durch die Stadt, hauen alles kaputt, zünden Autos von Anwohnern an. Es macht mich traurig, aber vor allem wütend. Was denken die denn, wer sie sind? In meinen Augen sind sie nichts weiter als Terroristen. Die Bösen in dieser Geschichte.

Demonstration versus Destruktion

Dabei ist Demonstrieren wichtig und gut. Heute in den Nachrichten berichteten alle über die Ausschreitungen, die Polizeieinsätze und die Brände. In einem kleinen, kurzen Halbsatz wurde erwähnt, dass es auch friedliche Demonstrationen gegen den G20 Gipfel gab. Man sieht dann etwa 2 Sekunden lang ein paar friedlich demonstrierende Menschen. Das war’s. Kein Interview über die Hintergründe der Demonstration. Nichts. Kein Demonstrant kommt zu Wort.

Laut Spiegel Online wurden bereits 149 Polizisten im Einsatz verletzt. Und die müssen da sein. Sie müssen sich den Demonstranten stellen. Was wäre denn die Alternative? Alle gewaltbereiten Demonstranten losziehen lassen. Sie einfach walten lassen? Sie noch mehr in Brand setzen lassen?

Würde man die Schwarzgekleideten fragen, hätten sie sicher einige nette, politische Parolen auf Lager, um ihre destruktiven Verhaltensweisen zu rechtfertigen. Mit ihnen über den Unsinn ihrer Taten zu diskutieren ergibt mit Sicherheit keinen Sinn. Eins weiß ich aber sicher: Am meisten schaden sie mit ihren Aktionen ihren friedlichen Mitdemonstranten. Niemand möchte etwas über „die Korruption der da oben“ hören, wenn sein Auto in Flammen steht. Niemand hat Verständnis für die lautstarken Erinnerung an Umweltschutzversprechen, wenn man seine Scheiben einschlägt.

Würde man in Zukunft das Demonstrieren bei derartigen Events verbieten: Ich würde es verstehen. Niemand möchte sehen, wie seine Stadt im Chaos versinkt – auch, wenn es „nur ein Wochenende“ ist.

Seid laut, seid mündig. Aber vergesst nicht: Mündigkeit hat etwas mit dem Mund zu tun. Mit sprechen, sagen, rufen – meinetwegen auch mit schreien. Werft Worte statt Steine und haltet flammende Reden, statt Autos in Brand zu setzen. Das ist der Widerstand, den wir brauchen.

Aboboxen

Cuppabox

Die Cuppabox ist eine Tee-Abobox. Das hatten wir noch gar nicht! Umso besser, denn dann können wir mal herausfinden, was so eine Teebox zu bieten hat.

Verpackung & Inhalt der Cuppabox

Die Cuppabox sieht hübsch aus: Im Versandkarton ist eine schwarze, bedruckte Schachtel und der Inhalt ist nochmal in Packpapier gehüllt. Jede Cuppabox enthält 3 Teesorten und ein Goodie. Im Voraus kann man wählen, ob man eher Kräuter-, Früchte, Rotbusch oder Schwarztee mag. Dementsprechend erhält man ausgewählte Teesorten aus Manufakturen. Meine Box enthält zwei Sorten Rotbuschtee und eine Sorte Schwarztee. Alle Sorten entsprechen meinem Geschmack, besonders lecker ist der Rotbuschtee mit Ingwer und Zitrone. Mit jeweils vier enthaltenen Artikeln kommen wir auf einen Preis von etwa 2,75 € pro Artikel.

Das finde ich ok, da man im Teegeschäft für guten Tee auch in etwa so viel für die gleiche Menge ausgeben würde. Etwas enttäuscht war ich vom beigelegten Goodie. Gewürze kann ich zwar immer gebrauchen, aber wenn ich schon drei Tütchen mit Tee erhalte, wäre etwas anderes als drei weitere Tütchen mit Gewürzen vielleicht abwechslungsreicher gewesen. Für Tee- und Kaffeefans aber trotzdem eine tolle Idee. Positiv hervorheben sollte man außerdem die Flexibilität des Abos. Man kann monatlich wahlweise pausieren oder kündigen oder direkt von Kaffee zu Tee wechseln und umgekehrt.

Hier kannst du die Cuppabox bestellen!

  • Food
  • thematisch
  • erscheint monatlich
  • 10,99 € (flexibles Abo)
Unterwegs

Zu Besuch in Fulda

Mein kleiner, großer Bruder wohnt seit knapp einem Jahr in Fulda. Höchste Zeit also, dass ich mir mal anschaue, wie er so haust und was die Stadt zu bieten hat. Fulda ist schon so ein bisschen „am Ende der Welt“, denn die nächsten Großstädte sind allesamt über 100 km entfernt. Ehrlich gesagt wusste ich auch nicht viel über die Stadt. Eine richtige Stadt ist sie wohl erst seit dem frühen zwölften Jahrhundert, in dem ja bekanntlich überall in Mitteleuropa Städte aus dem Boden schossen. Der Dom und das Schloss wurden um 1700 im barocken Stil errichtet und sind daher recht pompöse Gebäude.

Fulda – eine charmante Spießerstadt

Mein Bruder bezeichnet die Stadt gerne als „Spießerstadt“ und vielleicht hat er ja recht damit? Seit Jahren wählt hier die Mehrheit CDU und die Partei hat hier keine ernstzunehmenden Konkurrenten. Die knapp 68.000 Einwohner starke Stadt fand ich insgesamt aber doch recht charmant. Die vielen Lokale, Restaurants und Bars in den verwinkelten Gassen strahlen eine gewisse Gemütlichkeit aus. Die alten Fachwerkhäuser und barocken Gebäude sind liebevoll restauriert worden. Ich persönlich mag mittelgroße Städte ganz gern, weil sie alles bieten, was man braucht. Man kennt sich schnell aus, fühlt sich schnell zu Hause. So eine Stadt ist Fulda.

Was mir durch den Kopf geht

Tut uns leid, Sie sind ein Risikofaktor

„Jetzt müsste ich Sie nur noch nach ungefährer Größe und ihrem aktuellen Gewicht fragen“. Und das war’s dann auch mit diesem freundlichen, informativen Telefongespräch. Ich hatte eine private Krankenkasse angerufen, um mich über eine private Versicherung zu informieren. Derzeit bin ich arbeitssuchend ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld. Normalerweise kann man sich dann über seinen Ehepartner mitversichern lassen, aber mein Mann ist nicht versichert, weil er Soldat ist. Ich bin die Ehefrau eines Soldaten der Bundeswehr.

Die „Beihilfe“ der Bundeswehr ist uns keine Hilfe

So fing die ganze Misere an. Bei der sozialen Beratungsstelle der Bundeswehr informierte man uns über die Möglichkeit einer Beihilfe durch die Bundeswehr. Eine Art Sonderlösung für Ehepartner von Bundeswehrangehörigen. Das Angebot: 70% der Arztkosten übernimmt die Bundeswehr, 30% eine private Versicherung. So weit, so gut. Also nur noch schnell eine private Versicherung suchen, die Teilversicherungen anbietet. Da gibt es ein paar zur Auswahl, eine hat sich sogar darauf spezialisiert. Leider hat die Sache einen Haken:

Private Versicherungen möchten nur junge, kerngesunde Leute versichern.

Heuschnupfen sei natürlich gar kein Problem, sagte der Mann am Telefon. Natürlich müsse man da aber einen Risikozuschlag berechnen. Ebenso bei kleineren Anomalien wie leichtem Übergewicht und so weiter. Anders sähe es aus bei chronischen Erkrankungen. Asthma zum Beispiel. Wiederkehrende Rückenbeschwerden, Depressionen, Knieprobleme, Aids oder – noch schlimmer – Krebs? Nein danke, sagt dann die private Krankenversicherung.

Wer nicht kerngesund ist und darüber hinaus voraussichtlich in Zukunft auch kerngesund bleibt, ist ein unzumutbarer Risikofaktor. Dann versichern sie einfach nicht. Denn sie müssen ja auch niemanden versichern. Dafür ist die gesetzliche Krankenversicherung da.

Ich bin ein Risikofaktor

Mein Übergewicht ist auch ein Ausschlusskriterium. Also bleibt mir nur noch die gesetzliche Krankenversicherung. Die muss mich nehmen – trotz Heuschnupfen und Übergewicht. Zum Glück! Allerdings bedeutet das in meinem Fall, dass ich ab sofort ohne jegliches Einkommen knapp 300 Euro abdrücken muss – oder genauer gesagt: Mein Mann muss das für mich tun. Hat man als verheiratete Person kein Einkommen, wird die Beitragshöhe anhand des Einkommens des Ehepartners berechnet.

Ja, mit diesem Problem bin ich ein Sonderfall. Und ja: Hoffentlich finde ich bald wieder einen Job. Aber mein Mann wird noch mindestens zwei Mal versetzt in den zwei nächsten Jahren und natürlich möchte ich ihn begleiten. Dass ich dadurch immer wieder eine neue Anstellung finden muss und daher auch zwangsläufig ein paar Monate arbeitslos sein werde, ist offensichtlich.

Dafür, dass ich meinen Mann begleiten und unterstützen möchte, werden wir ab sofort jeden Monat mit knapp 300 Euro bestraft. Das fühlt sich überhaupt nicht fair an. Mal ganz abgesehen von der Umstellung, die wir innerhalb weniger Monate durchlebt haben: Erst zwei volle Gehälter, dann eines plus Arbeitslosengeld. Und jetzt? Ein Gehalt minus meine Krankenversicherung.

Die Bundeswehr lässt mich, Ehefrau eines Soldaten, im Regen stehen.

Produkttests

Mission More – created by Foodist

Foodist hat seine erste Eigenmarke herausgebracht: „Mission More – created by Foodist“. Vegan, natürlich, glutenfrei – kann das lecker sein? Da Foodist mir freundlicherweise ein Probierpaket geschickt hat, lässt sich das leicht feststellen. Im Paket enthalten: Die sechs verschiedenen Mission More Sorten, ein Produktinformationsheft und passend dazu: ein kleiner To Do Block, damit ich mir „more“ vornehmen kann 😉

Wie schmecken die „Mission More“ Snacks?

  • Apple Pie Protein Bites:
    Der Name hält, was er verspricht! Schmeckt fast wie echter Apfelkuchen. Das Apfelaroma ist dabei sehr natürlich und weder zu süß noch zu sauer.
  • Peanut Butter Jelly Protein Bites:
    Lecker! Allerdings ist fällt der Erdbeergeschmack etwas säuerlicher aus, als erwartet.
  • Cookie Dough Protein Bites:
    Hier dominiert ganz klar der Erdnussgeschmack. Vielleicht nicht ganz das, was man bei dem Produktnamen erwartet hätte. Lecker ist es trotzdem!
  • Blaubeere Baobab Snack Balls:
    Weniger süß, dafür mit bitterer Note – für mich nicht das Richtige.
  • Kokos Maca Guarana Snack Balls:
    Der Geschmack erinnert an Marzipan mit starker Kokos-Note. Sehr süß und sehr lecker!
  • Chiasamen Cranberry-Zitrone Snack Balls:
    Die riechen nicht nur hervorragend spritzig, sondern schmecken auch herrlich süß-säuerlich nach Zitrone. Unerwartet frischer Geschmack!

Mein Fazit: Leckere, gesunde Alternativen für lange Arbeitstage und den kleinen Hunger zwischendurch!

Warum eigentlich „Mission More“? Weil weniger mehr ist! Weniger Zutaten und weniger Zusatzstoffe, dafür aber mehr gesunder Genuss und mehr natürliche Inhaltsstoffe. Wer künstliche Zusatzstoffe aus seinem Ernährungsplan streichen möchte, schränkt seine Auswahl an Nahrungsmitteln dadurch meist stark ein. Schön, dass es immer mehr Produkte gibt, die eine natürliche Alternative bieten.

Hier könnt ihr die Mission More Snacks bestellen!

Unterwegs

Mittelalterliches Markttreyben im Wildpark Schwarze Berge

Vom 10. bis zum 11. Juni fand im Wildpark Schwarze Berge das Mittelalterliche Markttreyben statt. Im Freigehege des Parks tummelt sich dann eine kleine Meute von Mittelalterfans, die an 15 bis 20 mittelalterlichen Ständen deftiges Essen, schöne Geschmeide, neue Gewande oder einen starken Trunk erwerben können. Die zahmen Hirsche im Gehege lassen sich nur allzu gern von den Besuchern füttern – ebenso wie viele andere Tiere.

Die Hände voller Tiersabber war ich natürlich völlig glückselig, aber die Herausforderung, den Aussichtsturm zu besteigen, habe ich trotzdem angenommen. Der Turm ist „nur“ 31 Meter hoch, aber oben angekommen war ich erstmal außer Atem. Dafür wird man mit einem Ausblick auf den umliegenden Wald und, in der Ferne, den Hamburger Hafen belohnt. Der Wildpark ist insbesondere für Kinder sicher ein tolles Erlebnis, aber auch als Erwachsener darf man sich hier einmal herwagen 😉

Tiere, die in Europa heimisch sind

Übrigens: Im Wildpark gibt es keine exotischen Tiere – nur solche, die in Europa heimisch sind. Es gibt Wölfe, aber das Gehege ist so riesig, dass man sie nicht entdeckt in der Regel (was gut ist). Kritisch finde ich dagegen die Haltung von Luchs und Bär. Luchse sind von Natur aus sehr scheu und haben riesige Reviere. Ob man Braunbären in Gefangenschaft überhaupt artgerecht halten kann, wage ich zu bezweifeln. Der Besuch eines Tierparks ist für mich mit gemischten Gefühlen verbunden, aber im Gegensatz zu einem Zoo kann ich es mit meinem Gewissen vereinbaren. Insbesondere hier sind die Gehege sehr groß und einige Tiere können sogar annähernd frei herumlaufen.