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Foodie

Unterwegs

Zu Besuch in Lüneburg

Noch etwa ein Jahr sind wir hier oben im Norden, in Hamburg. Das Ende ist also nicht nah, aber absehbar. Dabei haben wir doch noch so Vieles nicht gesehen! Zeit, unsere kleine To Do Liste des Nordens abzuarbeiten! Für einen kleinen Tagesausflug ist Lüneburg wie gemacht. Von Hamburg aus erreicht man die kleine Stadt (73.581 Einwohner) innerhalb von etwa 45 Minuten. Wir haben uns vorher nur ein Parkhaus gesucht und von da aus sind wir einfach drauf los gelaufen. Kein Problem, denn Lüneburg ist offenbar auf Touristen eingestellt und es gab ausreichend Schilder, die uns den Weg wiesen.

Lüneburger Backstein, Bonbons, Bretzeln

Wir sind unwissend direkt auf den alten Kran zugelaufen und von dort aus über den Fluss weiter Richtung Innenstadt. Die Altstadt von Lüneburg ist wirklich schön! Überall gibt es alte, restaurierte und gut gepflegte Backsteinhäuser. In den Gassen hängen altertümliche Schilder und laden in süße, kleine Läden ein. Besonders gut gefallen hat mir die Lüneburger Bonbonmanufaktur. Ein winziges Lädchen voller bunter Bonbons und anderer Süßigkeiten. Die Führung im Rathaus haben wir leider verpasst, obwohl wir sie gerne mitgemacht hätten.

Übrigens feierte man gerade die Sülfmeistertage in der Stadt – eine Art Wettkampf in verschiedenen Disziplinen. So ganz haben wir allerdings nicht verstanden, worum es geht. Im Rahmen des Festes war die ganze Stadt voller Marktstände. Es wirkte ein wenig wie eine Mischung aus Weihnachtsmarkt, Oktoberfest und Mittelalterspektakel. Jedenfalls gab es Bier, Bretzeln, Dudelsackmusik und Crêpes 😀

Lüneburger Bratkartoffeln, Bier, Braukeller

Das Wetter war leider nicht so hervorragend, aber den gröbsten Regenschauer haben wir erfolgreich gemieden, weil wir zu dieser Zeit im Mälzer Brauhaus essen waren. Da das beliebte Brauhaus bereits voll besetzt war, wurden wir nach unten in den Braukeller geschickt. Glück im Unglück, denn wir fanden den Keller ziemlich urig und cool. Für meinen Mann gab es ein Maß Bier – damit war dann auch die Frage geklärt, wer von uns beiden nach Hause fährt 😉

Während es also draußen regnete, saßen wir gemütlich drinnen und genossen Steak, Bratkartoffeln und Bohnen. Fleisch und Bratkartoffeln waren hervorragend, an den grünen Bohnen könnten sie aber noch arbeiten, finde ich. Insgesamt empfehle ich das Mälzer Brauhaus aber gerne weiter, denn es hat uns gut geschmeckt und auch die Bedienung war freundlich – das Ambiente im Braukeller ist natürlich auch etwas Besonderes.

Nach einer weiteren großen Runde über den Markt, haben wir dann den Rückweg angetreten. Aber wir werden noch mindestens ein Mal zurückkehren, um uns die blühende Lüneburger Heide anzusehen, denn das steht noch auf unserer Liste 🙂

Restaurants & Bars

Samui Thai Cuisine

Das Samui Thai Cuisine ist ein Restaurant in Hamburg, genauer gesagt im Stadtteil Barmbek-Süd. Hier hergefunden haben wir aufgrund einer Empfehlung durch thailändische Freunde.

Atmosphäre

Das Restaurant wirkt aufgeräumt und sauber, die Dekoration ist geschmackvoll. Es gibt einen Bereich, der nur ohne Schuhe betreten werden darf. Hier stehen niedrige Tische, an denen man sich kniend oder auf Kissen sitzend niederlassen kann. Es waren einige Bedienungen im Einsatz, die ihre Arbeit freundlich und aufmerksam erledigt haben. Insgesamt war die Stimmung im Restaurant locker und ungezwungen. Trotz des vollen Raumes konnte man sich jederzeit gut unterhalten und es wurde nicht zu laut.

Essen & Getränke

Ein Buffet gibt es nicht, bestellt wird à la carte. Vor scharfen Speisen wird auf der Karte mit roten und grünen Chilis gewarnt, denn der Durchschnittseuropäer verkraftet ja in der Regel allzu scharfes Essen nicht 😉 Für meinen Mann gab es Masaman Curry mit Kokosmilch, Tofu, Ananas, Kartoffeln, Erdnüssen und Zwiebeln und für mich gegrilltes Hühnerfleischfilet nach Art des Hauses, mariniert mit frischen Kräutern, dazu gebratenes Gemüse und pikante Tamarindsoße. Außerdem haben wir Thai-Eistee bestellt: einmal mit Limette und einmal mit Milch. Auf den Eistee hatte ich mich im Voraus schon besonders gefreut, da ich den schon von anderen Restaurants kannte. Beide Varianten des Tees schmecken übrigens super – mit Milch eher süß und mit Limette eher spritzig-frisch.

Wir mussten nicht lange auf unser Essen warten. Serviert wurde es im Topf und auf einer Platte, die auf Warmhalteplatten in der Mitte des Tisches gestellt wurden. Dazu gab es außerdem noch ein großes Gefäß mit Reis. Mein Gericht sah nicht nur schön aus, sondern hat auch wirklich außergewöhnlich gut geschmeckt. Die Abstimmung der Gewürze war hervorragend und überraschend anders. Es hat einfach alles zusammengepasst: Das zarte Fleisch, das knackige Gemüse, die würzige Soße und der luftige Reis. Die Portion war auch genau richtig. Keine Riesenportion, aber auf jeden Fall genug, um satt zu werden.

Zum Schluss durfte der Nachtisch natürlich nicht fehlen! Für mich gab es gebackene Vanille-Eiscreme im Crêpeteig mit Mandeln und für meinen Mann das Natischspezial des Hauses: Honigmango mit Kokosmilch-Klebereis und Kokoscreme. Beide Nachtische sahen wieder sehr gut aus und schmeckten auch super. Wer nicht so experimentierfreudig ist, ist mit meiner Wahl gut beraten. Noch besser war aber, um ehrlich zu sein, der Nachtisch des Hauses.

Fazit

Meine abschließende Bewertung? Dieses Restaurant ist nicht nur einen Besuch, sondern auch gerne eine kleine Reise wert. Die Qualität der Speisen war außergewöhnlich gut und ich möchte das Restaurant Samui Thai Cuisine hiermit wärmstens empfehlen. Für zwei Hauptspeisen, zwei Nachspeisen und drei Eistees haben wir übrigens rund 50 Euro bezahlt. Unter Berücksichtung der besagten Qualität ist das ein mehr als fairer Preis und nur knapp über dem, was man sonst für einmal Essen gehen beim Durchschnitts-Asiaten um die Ecke bezahlen würde. Ein Muss für jeden Foodie 🙂

Im Voraus hatte ich online einen Tisch reserviert und das war die richtige Entscheidung, denn das Restaurant war gut besucht und ab etwa 20 Uhr waren alle Tische belegt. Mit dem Auto ist das Restaurant gut erreichbar und es sind in der nahen Umgebung ausreichend Parkplätze vorhanden. Von der nächsten U-Bahnhaltestelle aus sind es etwa 8 Minuten Fußweg bis zum Restaurant.

  • Speisen & Getränke: sehr gut
  • Ambiente: sehr gut
  • Erreichbarkeit: sehr gut
  • Preis/Leistung: sehr gut

Hier geht es zur Webseite des Samui Thai Cuisine Restaurants.